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24.04.2026 | Aktuelles

NRW geht los: Diese zwölf NRW-Kommunen machen den „Fußverkehrs-Check 2026“

Köln/Düsseldorf. Viele Städte, Kreise und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen wollen ihre Mobilität nachhaltiger ausrichten. Als Mitglied im Zukunftsnetz Mobilität NRW stehen ihnen dafür viele Unterstützungsangebote zu Verfügung. Besonders beliebt ist der „Fußverkehrs-Check NRW“. Gefördert vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und konzipiert vom Zukunftsnetz Mobilität NRW, dient er Kommunen dazu, den Stand ihres Fußverkehrs professionell und strukturiert zu analysieren und gezielt weiterzuentwickeln. Jetzt stehen die zwölf Kommunen fest, die im Jahr 2026 am Fußverkehrs Check teilnehmen.

41 Bewerbungen aus ganz Nordrhein-Westfalen
In einem landesweiten Wettbewerbsverfahren werden jedes Jahr Städte und Gemeinden ausgewählt, die professionelle Unterstützung für einen „Fußverkehrs-Check“ erhalten. Voraussetzung für die Teilnahme ist ihre Mitgliedschaft im Zukunftsnetz Mobilität NRW sowie ein nachvollziehbares Engagement für die Förderung ihres Fußverkehrs. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Verwaltung und Politik sowie Vertreter*innen weiterer Interessengruppen werden sie dann in mehreren Terminen vor Ort überprüfen und erörtern, wo es Verbesserungsbedarf in Sachen Fußverkehr besteht und wie am besten gehandelt werden kann.

Auch im achten Jahr des Angebots bleibt die Nachfrage an dem Format hoch. Mit landesweit 41 Bewerbungen wurde 2026 ein neuer Rekord erreicht. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der zwölf Gewinnerkommunen nahmen am heutigen Donnerstag im Verkehrsministerium ihre Teilnahmeurkunden entgegen. Überreicht wurden diese von Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein Westfalen. Mit der Urkundenübergabe sind die Kommunen offiziell für die Teilnahme zertifiziert.

„Gehen hält fit und ist gut fürs Klima“, sagte Minister Krischer bei der Urkundenübergabe im Verkehrsministerium. „Um sicher und bequem zur Arbeit, in die Schule oder zum Einkaufen zu gehen, brauchen wir fußgängerfreundlich gestaltete Wege und Plätze. Mit den Fußverkehrs-Checks unterstützen wir Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen dabei, Fußwege attraktiver und sicherer zu machen. Ich freue mich, dass zwölf weitere Kommunen unser Angebot annehmen. Gemeinsam sorgen wir so für eine höhere Lebensqualität in der Stadt und auf dem Land.“

Natürlichste Art der Fortbewegung
„Die Stadt- und Verkehrsplanung der letzten Jahrzehnte war klar autozentriert, Fußgängerinnen und Fußgängern wurde nicht viel Platz eingeräumt. Als Resultat gibt es kaum einladende Fußwege und Aufenthaltsmöglichkeiten. Dabei ist Gehen die natürlichste und nachhaltigste Art der Fortbewegung. Fußgängerfreundliche Wege und Plätze erhöhen die Aufenthalts- und Lebensqualität in Kommunen deutlich. Hier setzt unser Fußverkehrs-Check NRW an“, sagt Christoph Overs, Geschäftsstellenleiter des Zukunftsnetz Mobilität NRW mit Sitz bei der go.Rheinland GmbH in Köln.

Folgende Kommunen machen im Jahr 2026 mit Unterstützung des Zukunftsnetz Mobilität NRW den „Fußverkehrs-Check NRW“:

 

Westfalen-Lippe:

  • Stadt Drensteinfurt
  • Stadt Dülmen
  • Stadt Iserlohn
  • Gemeinde Möhnesee
  • Stadt Paderborn

Rhein-Ruhr:

  • Stadt Bochum
  • Stadt Datteln
  • Stadt Kleve
  • Gemeinde Korschenbroich
  • Rheinland:
  • Stadt Bergheim
  • Stadt Euskirchen
  • Stadt Meckenheim

 


Hintergrund
Die „Fußverkehrs-Checks NRW“ sind ein Angebot des Zukunftsnetz Mobilität NRW, dem landesweiten Unterstützungsnetzwerk für nachhaltige Mobilitätsentwicklung. Sie werden vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und sind Bestandteil des aktuellen Koalitionsvertrages. Die bewährte Methode enthält mehrere Bausteine. Begehungen sind das Kernstück – sie geben den Teilnehmenden vor Ort die Gelegenheit, Probleme und Sichtweisen auszutauschen und neue Lösungsansätze und Ideen zu diskutieren. Es folgt eine Stärken-Schwächen-Analyse sowie die Erstellung eines Maßnahmenplans mit Prioritäten, die von Bürgerinnen und Bürgern sowie Expertinnen und Experten gemeinsam erarbeitet werden.

Die verschiedenen Etappen werden von einem Planungsbüro begleitet, das die Veranstaltungen moderiert, die Themen bündelt und die Ergebnisse zusammenfasst. Zum Abschluss bekommt jede teilnehmende Kommune eine Auswertung und Handlungsempfehlung. Zudem werden die Ergebnisse abschließend durch das Planungsbüro im politischen Ausschuss der jeweiligen Kommune vorgestellt.  Das Zukunftsnetz Mobilität NRW sensibilisiert Verwaltung, Politik und Bürgerschaft mit dem Projekt für die Bedeutung des Gehens als Fortbewegungsart und bietet den Kommunen einen Anstoß, in die Fußverkehrsförderung einzusteigen.

Das Zukunftsnetz Mobilität NRW berät und unterstützt die Kommunen bei der Generierung möglicher Fördermittel. Die Kosten werden vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen übernommen.


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